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12
min Lesezeit
Veröffentlicht am
24 April 2026

Shopware oder Shopify als Frontend für plentymarkets: Was passt wann?

Markus Lorenz, CEO bei datrycs
Markus Lorenz
CEO

Euer plentyShop LTS wird abgeschaltet. Ihr wisst das bereits, und wenn nicht, liefert unser Artikel zur plentymarkets-LTS-Abschaltung den vollständigen Überblick: Was passiert, welche vier Optionen ihr habt und was sie kosten.

Dieser Artikel geht einen Schritt weiter. Denn die Frage, die sich die meisten plentymarkets-Händler als Erstes stellen, lautet: Shopware oder Shopify? Beide Plattformen sind als Frontend-Lösung geeignet, beide haben ein starkes Ökosystem, und beide werden von Agenturen empfohlen. Aber für unterschiedliche Gründe, in unterschiedlichen Szenarien und mit unterschiedlichen Konsequenzen.

Wir sind zertifizierter Partner für beide Plattformen. Das ist kein Zufall, sondern die Voraussetzung für eine ehrliche Empfehlung. Wer nur Shopware kennt, empfiehlt Shopware. Wer nur Shopify kennt, empfiehlt Shopify. Wir empfehlen das, was zu eurem Geschäftsmodell passt.

Warum plentymarkets-Händler jetzt ein neues Frontend brauchen

Die kurze Version: plentysystems hat die Weiterentwicklung von plentyShop LTS (dem Ceres-basierten Frontend) eingestellt. Keine Feature-Updates, keine Sicherheitspatches, keine Kompatibilitätsgarantie. Das Frontend wird nicht abrupt abgeschaltet, sondern veraltet schrittweise. Jeden Monat wird euer Shop ein Stück fragiler.

Anders als bei der SAP Hybris-Abschaltung am 31. Juli 2026 gibt es kein hartes Datum. Das klingt komfortabler, ist aber tückischer: Es fehlt der externe Druck, der Teams in Bewegung bringt. Viele Händler schieben die Entscheidung deshalb Quartal für Quartal vor sich her, während das Risiko wächst.

Die Entscheidung ist nicht ob, sondern wann und wohin. Und für die meisten mittelständischen Händler, deren eigener Shop ein ernsthafter Umsatzkanal ist, lautet die Kernfrage: Shopware oder Shopify?

Unsicher, welche Richtung für euch die richtige ist? Sprecht uns an. Wir sortieren das mit euch durch, bevor ihr Monate in die falsche Plattform investiert.

Was "Frontend vor plentymarkets" technisch bedeutet

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, eine wichtige Unterscheidung: Es gibt zwei fundamental verschiedene Migrationsansätze.

Komplettwechsel. Ihr verlasst plentymarkets als Gesamtsystem und wechselt zu Shopware oder Shopify als alleinige Plattform. Shop, Warenwirtschaft, Marktplatz-Anbindung: alles im neuen System. Das ist der radikale Schnitt. Er ergibt Sinn, wenn plentymarkets für euch primär ein Shop-System ist und eure Warenwirtschaft ohnehin extern läuft.

Frontend-only (Headless). Ihr behaltet plentymarkets als Backend für Warenwirtschaft, Marktplatzsteuerung und Logistik. Nur das Frontend, also das, was eure Kunden sehen, wird durch Shopware oder Shopify ersetzt. Die Systeme kommunizieren über APIs und Middleware.

Für viele plentymarkets-Händler ist der Headless-Ansatz die pragmatischere Option. Eure Fulfillment-Logik, Marktplatz-Anbindungen und Retouren-Workflows bleiben unangetastet. Nur der Shop selbst wird modernisiert.

Wie die API-Anbindung funktioniert

plentymarkets bietet eine REST API, über die Produktdaten, Bestände, Bestellungen und Kundendaten synchronisiert werden können. In der Praxis bedeutet das: Euer neues Frontend (Shopware oder Shopify) zeigt Produkte und nimmt Bestellungen entgegen. Im Hintergrund werden diese Daten über die API oder eine Middleware (z.B. Channable, Tradebyte, Make) an plentymarkets übermittelt, wo die Warenwirtschaft, Logistik und Marktplatzsteuerung wie gewohnt weiterlaufen.

Wichtig: Die plentymarkets REST API ist funktional, aber nicht auf High-Performance-Headless-Commerce optimiert. Ratenlimits, Latenzen und gelegentlich fehlende Endpunkte sind reale Einschränkungen. Das betrifft beide Plattformen gleichermaßen. Die Frage ist nicht, ob es technisch funktioniert (ja, es funktioniert), sondern wie viel Integrationsaufwand nötig ist.

Shopware als Frontend: Was dafür spricht

Shopware 6 ist die stärkste E-Commerce-Plattform im DACH-Markt. Wenn euer Geschäft primär im deutschsprachigen Raum stattfindet, ist Shopware die naheliegende Wahl.

Stärken für plentymarkets-Händler

DACH-Ökosystem. Shopware hat das größte Netzwerk an Agenturen, Entwicklern und Plugin-Anbietern im deutschsprachigen Raum. Wenn ihr Hilfe braucht, findet ihr sie. Das klingt trivial, ist es aber nicht, denn bei internationalen Plattformen ist DACH-spezifisches Know-how (Steuerlogik, Rechtstexte, Zahlungsanbieter) oft dünn gesät.

B2B-Features nativ. Kundengruppen-Preise, Genehmigungsprozesse, individuelle Kataloge, Net-Preisanzeige, Rollen- und Rechtemanagement. All das ist in Shopware 6 nativ vorhanden, ohne Plugins. Für Händler, die neben B2C auch B2B-Kunden bedienen, ist das ein echtes Differenzierungsmerkmal.

Open Source. Die Community Edition ist kostenlos. Ihr habt vollen Zugriff auf den Quellcode, könnt das System an eure Anforderungen anpassen und seid nicht von Vendor-Entscheidungen abhängig. Das ist besonders relevant, wenn ihr aus einem Ökosystem kommt (plentymarkets), das zunehmend einschränkend wird.

Store API für Headless. Shopware bietet eine eigene Store API, über die das Frontend entkoppelt betrieben werden kann. Das heißt: Ihr könnt Shopware als vollwertiges Shop-System nutzen und gleichzeitig ein Custom Frontend davor setzen, wenn eure Anforderungen über das Standard-Template hinausgehen.

Integration mit plentymarkets

Wenn ihr plentymarkets als Backend behalten wollt, braucht ihr eine Middleware, die Produkte, Bestände, Bestellungen und Kundendaten zwischen Shopware und plentymarkets synchronisiert. Tools wie Channable, Tradebyte oder Make bieten vorgefertigte Konnektoren für beide Systeme. Der Aufwand liegt typischerweise bei 2 bis 4 Wochen Integrationsarbeit.

Für wen Shopware passt: Ihr habt einen Fokus auf den DACH-Markt. Ihr bedient B2B- und B2C-Kunden. Ihr wollt maximale Anpassbarkeit und seid bereit, in ein eigenes Hosting- und Wartungssetup zu investieren. Euer Shop hat komplexe Produktlogik (Konfiguratoren, Staffelpreise, kundenspezifische Sortimente).

Shopify als Frontend: Was dafür spricht

Shopify ist die Plattform, wenn Geschwindigkeit zählt. Schnellster Time-to-Market, geringstes operatives Risiko und eine App-Landschaft, die fast jede Anforderung abdeckt.

Stärken für plentymarkets-Händler

Schnellster Go-live. Hosting, Sicherheit, Updates, Performance-Optimierung: alles inkludiert. Ihr baut euren Shop, nicht eure Infrastruktur. Für Händler, die aus einem veraltenden System kommen und schnell eine funktionierende Alternative brauchen, ist das der entscheidende Vorteil.

Internationalisierung. Multi-Currency, Multi-Language, internationale Zahlungsanbieter, Shopify Markets für länderspezifische Storefronts. Wenn euer Wachstumsplan über den DACH-Raum hinausgeht, ist Shopify die stärkere Plattform.

App-Ökosystem. Über 10.000 Apps im Shopify App Store. Für fast jeden Use Case gibt es eine fertige Lösung: Bewertungen, Loyalty-Programme, Abo-Modelle, Personalisierung, Marktplatz-Anbindungen. Das reduziert den Custom-Development-Anteil erheblich.

Checkout-Performance. Shopify betreibt einen der konversionsstärksten Checkouts im E-Commerce. Shop Pay, One-Click-Checkout, Checkout Extensibility für Custom-Logik. Für Händler, die Conversion-Rate-Optimierung ernst nehmen, ist das ein harter Vorteil.

Integration mit plentymarkets

Shopify bietet Channel-Apps und eine Admin API, über die plentymarkets als Backend angebunden werden kann. Die Integration läuft ähnlich wie bei Shopware über eine Middleware. Der Unterschied: Shopify hat eine größere internationale Middleware-Landschaft, aber weniger DACH-spezifische Konnektoren. Tools wie Make (ehemals Integromat) oder Celigo bieten beide Richtungen ab.

Für wen Shopify passt: Euer Fokus liegt auf D2C. Ihr wollt schnell live gehen. Internationalisierung ist Teil eurer Wachstumsstrategie. Ihr braucht keinen Quellcode-Zugang und könnt mit einem App-basierten Ansatz arbeiten. Euer Team hat begrenzte technische Kapazität.

Ihr wollt wissen, ob Shopware oder Shopify in eurem konkreten Fall die bessere Wahl ist? Kontakt aufnehmen. Wir kennen beide Plattformen aus der Praxis und beraten herstellerunabhängig.

Shopware vs. Shopify für plentymarkets: Der direkte Vergleich

Die folgende Tabelle vergleicht beide Plattformen in den Dimensionen, die für plentymarkets-Händler relevant sind. Nicht abstrakt, sondern aus der Perspektive von Händlern, die gerade eine Plattformentscheidung treffen müssen.

Dimension
Shopware 6
Shopify
Lizenzkosten
Community: 0 EUR. Rise: ab 600 EUR/Mo. Beyond: ab 2.495 EUR/Mo
Basic: 36 EUR/Mo. Shopify: 105 EUR/Mo. Plus: ab 2.300 EUR/Mo
Hosting
Selbst oder Managed (500-2.000 EUR/Mo)
Inkludiert
B2B-Features
Nativ (Preislisten, Rollen, Kataloge)
Seit 2026 auf allen Plänen, aber eingeschränkter
Internationalisierung
Möglich, aber Aufwand für Multi-Store
Nativ stark (Markets, Multi-Currency)
Anpassbarkeit
Open Source, voller Code-Zugang
Begrenzt auf Themes, Apps, Liquid
DACH-Ökosystem
Sehr stark (Agenturen, Plugins, Community)
Wachsend, aber schwächer als Shopware
App/Plugin-Marktplatz
~3.000 Erweiterungen
~10.000 Apps
Checkout
Anpassbar, aber selbst gehostet
Shop Pay, One-Click, Conversion-optimiert
plentymarkets-Integration
Über Middleware (Channable, Make)
Über Middleware (Make, Celigo, Channel-Apps)
Time-to-Market
3-6 Monate (Komplettwechsel), 2-4 Mo (Frontend-only)
2-4 Monate (Komplettwechsel), 1-3 Mo (Frontend-only)
Laufende Wartung
Eigenes Team oder Agentur nötig
Minimal (Shopify wartet die Infrastruktur)
Transaktionsgebühren
Keine
0,5-2% bei externen Zahlungsanbietern
Vendor-Abhängigkeit
Gering (Open Source, Code gehört euch)
Hoch (proprietär, Shopify bestimmt die Regeln)
Skalierbarkeit
Abhängig vom Hosting-Setup
Automatisch (Shopify-Infrastruktur)

Was die Tabelle nicht zeigt

Zahlen vergleichen ist einfach. Was die Tabelle nicht abbildet, sind die strategischen Implikationen:

Shopware gibt euch Kontrolle. Ihr besitzt den Code. Ihr wählt euren Hoster. Ihr entscheidet, wann und wie ihr updatet. Das bedeutet mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung. Wenn euer Server am Black Friday in die Knie geht, ist das euer Problem, nicht das von Shopware.

Shopify gibt euch Geschwindigkeit. Ihr müsst euch nicht um Infrastruktur kümmern. Updates passieren automatisch. Skalierung passiert automatisch. Aber: Shopify bestimmt die Spielregeln. Wenn Shopify entscheidet, Scripts abzuschalten, müsst ihr migrieren. Wenn Shopify die Preise erhöht, zahlt ihr mehr. Kontrolle gegen Komfort: Das ist der fundamentale Trade-off.

Wann weder Shopware noch Shopify die richtige Wahl ist

Es gibt einen dritten Weg, den viele Vergleichsartikel auslassen, weil er nicht ins Schema passt: Ihr behaltet plentymarkets als Backend und setzt ein dediziertes Headless Frontend davor, ohne zu Shopware oder Shopify zu wechseln.

Das ergibt Sinn, wenn:

  • Eure gesamte Logistik, Retourenabwicklung und Marktplatzsteuerung über plentymarkets läuft und ein Komplettausstieg zu riskant ist.
  • Ihr keine zweite E-Commerce-Plattform betreiben wollt (mit allem, was dazugehört: Lizenzen, Wartung, Team-Know-how).
  • Euer Problem nicht die Warenwirtschaft ist, sondern ausschließlich das veraltete Shop-Frontend.

Laioutr ist eine Frontend Management Platform, die genau diesen Fall abdeckt. Statt ein komplettes Shop-System als Frontend vor plentymarkets zu setzen, bekommt ihr eine performante, komponentenbasierte Frontend-Schicht mit Visual Editing. Euer Marketing-Team kann Seiten eigenständig anpassen, ohne Entwickler. Content und Commerce werden über definierte Schnittstellen zusammengeführt.

Der Vorteil gegenüber Shopware oder Shopify als Frontend: Ihr betreibt kein zweites Shop-System. Keine doppelte Produktpflege, keine Middleware-Synchronisation von Beständen und Bestellungen, kein zweiter Admin. plentymarkets bleibt die Single Source of Truth, das Frontend zeigt nur an, was plentymarkets liefert.

Mehr Details zu dieser Option findet ihr in unserem Artikel zur plentymarkets-LTS-Abschaltung unter Option 4.

Unsicher, ob ein Komplettwechsel oder ein Headless-Frontend der bessere Weg ist? Kontakt aufnehmen. Wir haben alle drei Varianten in der Praxis umgesetzt und können den Aufwand realistisch einschätzen.

Was die Integration konkret kostet

Kosten sind der Punkt, an dem viele Vergleichsartikel vage werden. Wir werden konkret, weil wir finden, dass Händler vor einer Plattformentscheidung Kostenrahmen verdienen, nicht nur "kommt drauf an".

Shopware (Komplett)
Shopware (Frontend-only)
Shopify (Komplett)
Shopify (Frontend-only)
Laioutr (Frontend-only)
Einmalige Migrationskosten
30.000-100.000 EUR
20.000-50.000 EUR
20.000-60.000 EUR
15.000-40.000 EUR
25.000-60.000 EUR
Timeline
3-6 Monate
2-4 Monate
2-4 Monate
1-3 Monate
2-4 Monate
Lizenz/Monat
0-2.495 EUR
0-2.495 EUR
36-2.300 EUR
36-2.300 EUR
Laioutr-Lizenz
Hosting/Monat
500-2.000 EUR
500-2.000 EUR
Inkludiert
Inkludiert
Inkludiert
Middleware/Monat
Nicht nötig
100-500 EUR
Nicht nötig
100-500 EUR
Nicht nötig
Laufende Wartung
500-2.000 EUR/Mo
500-1.500 EUR/Mo
Minimal
Minimal
Gering

Hidden Costs, die niemand erwähnt

Marktplatz-Re-Anbindung. Wenn ihr einen Komplettwechsel macht (weg von plentymarkets), müssen Amazon, eBay, Otto und andere Marktplätze im neuen System neu angebunden werden. Re-Authentifizierung, Produkt-Mapping, Listing-Migration: Das dauert Wochen und kostet 5.000 bis 15.000 EUR, je nach Anzahl der Marktplätze.

SEO-Migration. Eure aktuellen URLs ändern sich. Ohne saubere 301-Redirects verliert ihr eure Google-Rankings. Eine SEO-Migration mit URL-Mapping, Redirect-Regeln und Post-Launch-Monitoring kostet 2.000 bis 8.000 EUR. Diesen Posten vergessen die meisten Angebote.

Datenbereinigung. Produktdaten aus plentymarkets sind selten so strukturiert, wie Shopware oder Shopify sie erwarten. Fehlende Attribute, inkonsistente Kategorien, doppelte Varianten: Die Datenbereinigung vor der Migration frisst leicht 20-30% des Gesamtbudgets.

Team-Schulung. Euer Team kennt plentymarkets. Shopware oder Shopify ist eine neue Oberfläche, neue Logik, neue Workflows. Plant 2 bis 5 Tage Schulung pro Person ein. Technische Schulden entstehen nicht nur im Code, sondern auch im Know-how eurer Organisation.

Häufige Fragen zu Shopware vs. Shopify für plentymarkets

Kann ich Shopware oder Shopify als reines Frontend vor plentymarkets nutzen?

Ja. Beide Plattformen bieten APIs, über die sie mit plentymarkets als Backend kommunizieren können. Die Integration läuft über Middleware-Tools (Channable, Make, Celigo). Produkte, Bestände und Bestellungen werden synchronisiert, plentymarkets bleibt eure Warenwirtschafts-Zentrale.

Welche Plattform ist besser für B2B?

Shopware 6 hat die stärkeren nativen B2B-Features: Kundengruppen-Preislisten, Genehmigungsprozesse, individuelle Kataloge, Rollen- und Rechtemanagement. Shopify hat seit 2026 B2B-Features auf allen Plänen, aber der Funktionsumfang ist geringer, besonders bei komplexen Genehmigungsprozessen und kundenspezifischen Preisstrukturen.

Welche Plattform hat den schnelleren Go-live?

Shopify. Hosting, SSL, CDN und Sicherheitsupdates sind inkludiert. Kein Server-Setup, kein Deployment-Prozess. Für einen Standard-D2C-Shop könnt ihr mit Shopify in 6 bis 8 Wochen live sein. Shopware braucht typischerweise 3 bis 6 Monate, weil Hosting, Template-Anpassung und Deployment eigenständig geplant werden müssen.

Was passiert mit meinen plentymarkets-Marktplatzanbindungen?

Das hängt vom Migrationsansatz ab. Bei Frontend-only (Headless) bleiben eure Marktplatz-Anbindungen in plentymarkets bestehen, weil plentymarkets als Backend weiterläuft. Bei einem Komplettwechsel müssen Amazon, eBay und Co. im neuen System neu angebunden werden. Das ist einer der teuersten und zeitaufwendigsten Teile einer Vollmigration.

Brauche ich bei beiden Plattformen eine Agentur?

Für die Ersteinrichtung und Integration mit plentymarkets: in den meisten Fällen ja. Shopify ist operativ einfacher (weniger Infrastruktur-Aufwand), aber die plentymarkets-Integration ist bei beiden Plattformen ein Fachprojekt. Nach dem Go-live ist Shopify mit weniger laufendem Agentur-Support betreibbar als Shopware, weil die Infrastruktur gemanagt wird.

Was ist, wenn ich mich noch nicht entscheiden kann?

Dann ist die Entscheidung wahrscheinlich noch nicht reif. Bevor ihr eine Plattform wählt, klärt drei Fragen: Wie wichtig ist euer eigener Shop im Vergleich zu Marktplätzen? Wo wollt ihr in 3 Jahren verkaufen (DACH vs. international)? Und wie tief seid ihr in das plentymarkets-Ökosystem integriert? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen die Plattform, nicht umgekehrt.

Wenn ihr bei der Einschätzung Hilfe braucht: Kontakt aufnehmen. Wir sind zertifizierter Partner für Shopware und Shopify und haben den Headless-Weg mit Laioutr ebenfalls in der Praxis umgesetzt. Wir sortieren mit euch, was passt.

Nächste Schritte

Schritt 1: Klärt, ob ihr einen Komplettwechsel (weg von plentymarkets) oder einen Frontend-only-Wechsel (plentymarkets bleibt Backend) anstrebt. Die Antwort bestimmt den Aufwand, das Budget und die Plattformwahl.

Schritt 2: Lest unseren Artikel zur plentymarkets-LTS-Abschaltung, wenn ihr den vollständigen Überblick über alle vier Optionen braucht, nicht nur Shopware und Shopify.

Schritt 3: Sprecht mit jemandem, der beide Plattformen kennt. Nicht mit einer Shopware-Agentur und nicht mit einer Shopify-Agentur, sondern mit einem Partner, der beide Seiten ehrlich bewerten kann. Kontakt aufnehmen.

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