Replatforming
7
min Lesezeit
Veröffentlicht am
22 August 2023

Replatforming: Die richtige E-Commerce-Agentur wählen

Markus Lorenz
Markus Lorenz
CEO

Die meisten gescheiterten Replatforming-Projekte scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern an der Wahl des Partners. Die Plattform steht am Ende meistens. Was fehlt, ist jemand, der vorher die richtigen Fragen gestellt hat: Passt das zum Geschäftsmodell? Was kostet der Betrieb danach? Wo liegt das Risiko im Altsystem?

Eine Agentur, die nur Tickets abarbeitet, liefert genau das, was im Lastenheft steht. Ob das Lastenheft richtig war, prüft sie nicht. Genau da entscheidet sich, ob euer Wechsel Umsatz bringt oder nur Kosten.

Die kurze Antwort

Wählt die Agentur nach Geschäftsverständnis, nicht nach Technologie-Liste. Die richtige Partnerin kennt Händler-Realität, sagt euch auch, was ihr nicht braucht, und denkt den Betrieb nach dem Go-live von Anfang an mit. Eine Agentur, die im ersten Gespräch schon die Plattform empfiehlt, ohne euer Geschäft verstanden zu haben, ist das erste Warnsignal.

Warum die Agenturwahl über Erfolg oder Scheitern entscheidet

Ein Replatforming berührt fast jeden Prozess im Unternehmen: Sortiment, Preise, Schnittstellen zu ERP und PIM, Bestellabwicklung, B2B-Logik. Die Plattform ist dabei nur das Werkzeug. Den Unterschied macht, wer das Werkzeug führt.

Eine gute Agentur reduziert Risiko, bevor es entsteht. Sie analysiert das Altsystem, findet die Stolperstellen früh und plant den Übergang so, dass der laufende Betrieb nicht einbricht. Eine schwache Agentur merkt die Probleme erst, wenn sie live sind.

Woran erkennt ihr echtes E-Commerce-Know-how?

Echtes Know-how zeigt sich nicht im Portfolio, sondern in den Fragen, die eine Agentur stellt. Wer aus der Händler-Perspektive kommt, fragt nach Deckungsbeitrag, Retourenquote, Fulfillment und B2B-Preislogik, nicht nur nach Design und Features.

Bei datrycs kommt dieser Blick aus der Praxis: Teile des Teams haben Lampenwelt.de mit aufgebaut. Wir kennen die Seite des Händlers, nicht nur die der Agentur. Das ändert, worauf man in einem Projekt achtet.

Konkrete Prüfsteine für echtes Know-how:

  • Die Agentur fragt nach eurem Geschäftsmodell, bevor sie über Technologie spricht.
  • Sie kennt die Realität von B2B: Kundenspezifische Preise, Freigabeprozesse, ERP-Anbindung, Angebotslogik.
  • Sie spricht offen über Grenzen, auch über die der eigenen bevorzugten Plattform.
  • Sie hat Projekte in vergleichbarer Komplexität umgesetzt, nicht nur in vergleichbarer Optik.

Umsetzer oder Partner? Der Unterschied, der zählt

Die wichtigste Unterscheidung ist nicht Shopware gegen Shopify. Es ist Umsetzer gegen mitdenkender Partner. Der eine baut, was ihr bestellt. Der andere sagt euch auch, wenn die Bestellung ein Fehler ist.

KriteriumReiner UmsetzerMitdenkender Partner
Erstes GesprächEmpfiehlt sofort eine PlattformVersteht erst das Geschäftsmodell
LastenheftArbeitet es abHinterfragt es
WiderspruchSagt zu allem „Ja“Sagt auch mal „das braucht ihr nicht“
Nach dem Go-liveProjekt beendetBetrieb und Weiterentwicklung mitgedacht
ErfolgsmaßstabLaunch termingerechtUmsatz und Betrieb danach

Für ein Replatforming zählt die zweite Spalte. Ein Wechsel, der pünktlich live geht, aber im Betrieb teuer und fehleranfällig ist, hat sein Ziel verfehlt.

Die richtigen Fragen an eine Replatforming-Agentur

Diese Fragen trennen im Auswahlgespräch schnell die Umsetzer von den Partnern:

  • Was an unserem Vorhaben würdet ihr uns abraten?
  • Wie geht ihr mit der Datenmigration aus unserem Altsystem um, und wo seht ihr das Risiko?
  • Welche Schnittstellen (ERP, PIM, CRM) habt ihr in vergleichbaren Projekten angebunden?
  • Wer betreut den Shop nach dem Go-live, und was kostet der Betrieb?
  • Empfehlt ihr eine Plattform unabhängig davon, worin ihr am stärksten seid?

Warnsignale: Woran ihr die falsche Agentur erkennt

  • Die Plattform-Empfehlung steht fest, bevor euer Geschäft verstanden wurde.
  • Alles ist „kein Problem“, nichts wird hinterfragt.
  • Der Betrieb nach dem Launch wird nicht thematisiert.
  • Referenzen zeigen schöne Frontends, aber keine vergleichbare technische Tiefe.
  • Die Kostenlogik ist intransparent oder rein nach Stunden, ohne Verantwortung fürs Ergebnis.

Festpreis oder Stundensatz? Was das Modell über die Zusammenarbeit sagt

Ein reines Stundenmodell verlagert das Risiko komplett auf euch: Je länger es dauert, desto teurer wird es, unabhängig vom Ergebnis. Ein Festpreis zwingt die Agentur, vorher genau zu verstehen, was gebaut wird, und die Verantwortung für den Aufwand zu übernehmen.

Wir bei datrycs arbeiten zum Festpreis, weil das die Interessen richtig verteilt: Ihr wisst, woran ihr seid, und wir tragen das Aufwandsrisiko. Das setzt voraus, dass vorher sauber analysiert wird, und genau diese Analyse ist beim Replatforming die halbe Miete.

Wie wir bei datrycs an Replatforming herangehen

Wir starten mit einer ehrlichen Einschätzung, keinem Verkaufsgespräch. Zuerst das Geschäftsmodell, dann die Technologie, nach Reifegrad und Umsatzhebel, nicht nach Trend. Über 40 umgesetzte E-Commerce-Projekte und die Erfahrung aus dem Aufbau von Lampenwelt.de fließen in jede Empfehlung ein.

Für uns zählt nicht der Launch, sondern was danach passiert. Deshalb denken wir Betrieb, Wartbarkeit und Weiterentwicklung von Anfang an mit, von der Strategie bis zum Go-live und darüber hinaus. Wie das konkret aussieht, steht unter Wie wir arbeiten oder direkt auf unserer Replatforming Website.

Häufige Fragen zur Agenturauswahl beim Replatforming

Woran erkenne ich, ob eine Agentur wirklich E-Commerce-Know-how hat?

Am zuverlässigsten an den Fragen, die sie stellt. Eine Agentur mit echter Erfahrung fragt nach Geschäftsmodell, Deckungsbeitrag, B2B-Preislogik und Fulfillment, bevor sie über Design oder Plattform spricht. Fehlt dieser Blick und geht es sofort um Features, ist Vorsicht angebracht.

Sollten wir das Replatforming mit einer Agentur oder intern umsetzen?

Intern funktioniert nur mit einem eingespielten E-Commerce-Team, das die Zeit neben dem Tagesgeschäft hat. In den meisten Mittelstands-Setups fehlt genau diese Kapazität. Eine Agentur bringt Erfahrung aus vielen Migrationen mit und erkennt Risiken früher. Die interne Verantwortung für Strategie und Entscheidungen bleibt trotzdem bei euch.

Was kostet die Zusammenarbeit mit einer Replatforming-Agentur?

Das hängt vom Umfang ab: Menge und Qualität der zu migrierenden Daten, Anzahl der Schnittstellen zu ERP, PIM und CRM, Grad der Individualentwicklung, B2B-Funktionen und Zustand des Altsystems. Diese Treiber bestimmen den Aufwand, nicht die Plattform selbst. Wir arbeiten zum Festpreis, damit der Rahmen vorab klar ist statt nach Stunden offen zu bleiben.

Wie lange dauert ein Replatforming-Projekt?

Je nach Komplexität von wenigen Monaten bis rund einem Jahr. Ein überschaubarer Shop mit sauberen Daten geht schneller, ein B2B-Projekt mit ERP-Anbindung und Individualentwicklung braucht länger. Entscheidend ist nicht die reine Bauzeit, sondern eine Planung, die den laufenden Betrieb nicht ausbremst.

Sollte die Agentur Shopware oder Shopify empfehlen?

Eine gute Agentur empfiehlt nach eurem Geschäftsmodell, nicht nach ihrem Haus-Stack. Beide Systeme sind stark, in unterschiedlichen Szenarien. Wenn eine Empfehlung kommt, bevor euer Geschäft verstanden wurde, sagt das mehr über die Agentur als über die Plattform. Eine ehrliche Einordnung liefert unser Vergleich Shopware vs. Shopify.

Nächste Schritte

Ihr steht vor einem Plattformwechsel und wollt wissen, worauf es bei eurem konkreten Setup ankommt? Wir geben euch eine ehrliche Einschätzung, kein Verkaufsgespräch: wo ihr steht, was zu tun ist und was ihr euch sparen könnt. Unverbindlich Kontakt aufnehmen.

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