Es ist Mai 2026. Der 15. April ist vorbei. Eure Shopify Scripts lassen sich nicht mehr bearbeiten. Kein Bugfix, keine Anpassung, kein Rollback. In sechs Wochen werden sie komplett abgeschaltet. Und euer Checkout? Fällt auf Standard zurück.
Kein Rabatt mehr, der automatisch greift. Keine Versandoption, die sich nach Region filtert. Keine Zahlungsmethode, die sich nach Warenkorbwert ausblendet.
Das ist kein hypothetisches Szenario. Es ist der dokumentierte Ablaufplan, den Shopify im Changelog veröffentlicht hat. Und trotzdem haben viele Shopify-Plus-Stores die Migration auf Shopify Functions noch nicht abgeschlossen.
Dieser Artikel zeigt nicht, wie ihr migriert. Das haben wir hier Schritt für Schritt erklärt. Dieser Artikel zeigt, was passiert, wenn ihr es nicht tut. Konkret, pro Script-Typ, mit Umsatz-Impact.
Die zwei Deadlines: 15. April und 30. Juni 2026
Die Abschaltung von Shopify Scripts passiert nicht an einem Tag. Sie passiert in zwei Stufen, und die erste ist bereits vorbei.
15. April 2026: Edit Freeze (bereits aktiv)
Seit dem 15. April 2026 könnt ihr keine Scripts mehr bearbeiten, erstellen oder veröffentlichen. Eure bestehenden, aktiven Scripts laufen weiter. Aber ändern könnt ihr nichts mehr.
Das klingt nach einem Detail. Ist es aber nicht. Denn es bedeutet: Wenn jetzt ein Bug in einem eurer Scripts auftaucht, gibt es keinen Fix. Ein Rechenfehler in der Rabattlogik, eine falsch gesetzte Bedingung bei der Versandfilterung, eine Zahlungsmethode, die sich für das falsche Kundensegment einblendet. Ihr seht den Fehler, aber ihr könnt ihn nicht korrigieren.
Das Shopify Changelog bestätigt: "Scripts can no longer be edited or published." Keine Ausnahme, kein Support-Ticket, das das rückgängig macht.
30. Juni 2026: Komplette Abschaltung
Am 1. Juli 2026 hört jedes Script auf zu funktionieren. Nicht schrittweise, nicht Store für Store. Global, zeitgleich, für alle Shopify-Plus-Stores.
Euer Checkout verliert jede Logik, die über Scripts gesteuert wurde. Was bleibt, ist das Shopify-Standardverhalten: alle Zahlungsarten sichtbar, alle Versandoptionen in der Standardreihenfolge, keine automatischen Rabatte.
Es gibt keinen Fallback-Mechanismus. Es gibt keine "Grace Period" nach dem 30. Juni. Shopify hat die Deadline bereits einmal verschoben (von August 2025 auf Juni 2026). Eine zweite Verschiebung ist nicht angekündigt, und nach dem Edit Freeze am 15. April gibt es auch keinen strategischen Grund mehr dafür.
Welche Scripts am 30. Juni aufhören zu funktionieren
Shopify Scripts decken drei Bereiche des Checkouts ab. Jeder dieser Bereiche fällt am 1. Juli auf das Standardverhalten zurück.
Line Item Scripts
Alles, was Preise im Warenkorb verändert: gestaffelte Mengenrabatte, automatische Prozent- oder Euro-Rabatte, BXGY-Aktionen ("Kauf 3, zahl 2"), Bundle-Pricing, Loyalty-Rabatte für bestimmte Kundensegmente, Wholesale-Preise für B2B-Accounts.
Wenn eure Rabattlogik über Line Item Scripts läuft, sehen eure Kunden ab dem 1. Juli den vollen Preis. Kein automatischer Abzug, kein Hinweis auf einen verpassten Rabatt.
Shipping Scripts
Alles, was Versandoptionen steuert: Optionen umbenennen ("Standardversand" statt eines kryptischen Carrier-Namens), Optionen ausblenden (kein Express für Sperrgut), Optionen umsortieren (günstigste Option zuerst), Versandrabatte (kostenloser Versand ab 50 EUR).
Nach der Abschaltung erscheinen alle konfigurierten Versandoptionen in ihrer Rohform, in der Reihenfolge, in der Shopify sie ausgibt.
Payment Scripts
Alles, was Zahlungsanbieter im Checkout filtert: Zahlungsarten umbenennen, ausblenden oder umsortieren. Nachnahme nur für bestimmte PLZ-Gebiete, Kauf auf Rechnung nur für verifizierte B2B-Kunden, Kreditkarte erst ab einem Mindestbestellwert.
Ab dem 1. Juli sind alle Zahlungsmethoden für alle Kunden sichtbar, unabhängig von Warenkorbwert, Kundenstatus oder Region.
Das betrifft die Mehrheit aller Shopify-Plus-Stores. Der Shopify Customization Report, den ihr im Admin-Bereich generieren könnt, zeigt euch genau, welche Scripts euer Store nutzt und welche Shopify Functions als Ersatz infrage kommen.
Szenario 1: Eure Rabattlogik verschwindet
Ein Fashion-Store mit gestaffelten Mengenrabatten: Ab 3 Stück 10%, ab 6 Stück 15%, ab 12 Stück 20%. Dazu eine BXGY-Aktion: "Kauf 2 Shirts, bekomm das 3. gratis." Beides läuft über Line Item Scripts.
Am 1. Juli passiert folgendes: Ein Kunde legt 6 Shirts in den Warenkorb. Statt 15% Rabatt sieht er den vollen Preis. Die BXGY-Aktion greift nicht. Das dritte Shirt kostet genauso viel wie die ersten beiden.
Was der Kunde erlebt: Er kennt den Rabatt, weil er ihn beim letzten Einkauf bekommen hat. Jetzt sieht er den vollen Preis und denkt, der Shop hat die Aktion beendet. Oder schlimmer: Er denkt, es ist ein Fehler, und bricht ab.
Was ihr nicht seht: Der Warenkorb sieht in eurem Admin normal aus. Die Bestellung geht durch, nur eben ohne Rabatt. Es gibt keine Fehlermeldung, kein Alert. Ihr merkt es erst, wenn die Conversion-Rate sinkt oder wenn Kunden sich beschweren.
Speziell für B2B: Wholesale-Pricing über Scripts ist besonders kritisch. Wenn eure B2B-Kunden auf verhandelte Preise zugreifen, die über Line Item Scripts gesteuert werden, sehen sie ab Juli Endkundenpreise. Das ist nicht nur ein UX-Problem. Das ist ein Vertragsproblem.
Szenario 2: Alle Zahlungsarten werden sichtbar
Ein D2C-Store, der Payment Scripts nutzt, um Zahlungsmethoden nach Warenkorbwert zu filtern. Nachnahme wird unter 20 EUR ausgeblendet (zu teuer für den Händler). Kauf auf Rechnung erscheint nur für eingeloggte B2B-Kunden. Kreditkarte steht an erster Stelle, PayPal an zweiter.
Am 1. Juli: Alle Zahlungsarten erscheinen für alle Kunden, in der von Shopify vorgegebenen Reihenfolge. Nachnahme für eine 5-EUR-Bestellung? Sichtbar. Kauf auf Rechnung für einen Erstkäufer ohne Account? Sichtbar. Die Reihenfolge? Was auch immer Shopify als Standard ausgibt.
Was der Kunde erlebt: Verwirrung. Zu viele Optionen, unpassende Optionen, eine Reihenfolge, die nicht dem üblichen Einkaufserlebnis entspricht. Und wenn ein Kunde Nachnahme für eine Kleinstbestellung wählt, tragt ihr die Kosten.
Was ihr nicht seht: Operativ wird es teuer. Nachnahme-Bestellungen unter eurem Break-Even-Wert gehen durch. Rechnungskauf ohne Bonitätsprüfung wird sichtbar. Die Retourenquote bei bestimmten Zahlungsarten steigt, weil die Filterlogik fehlt.
Branchenspezifisch: Stores mit regionalen Einschränkungen (z.B. bestimmte Zahlungsarten nur für DACH) verlieren ihre geografische Steuerung. Ein Kunde aus einem Land, in das ihr gar nicht per Nachnahme liefern könnt, sieht trotzdem die Option.
Szenario 3: Versandoptionen ohne Steuerung
Ein Store mit differenzierter Versandlogik. Express-Versand nur für Produkte unter 5 kg. Kostenloser Standardversand ab 50 EUR. Sperrgutversand als einzige Option für Möbel. Versandoptionen nach Lieferzeit sortiert, günstigste zuerst.
Am 1. Juli: Alle Versandoptionen erscheinen für alle Produkte, in der Standardreihenfolge. Express für ein 30-kg-Paket? Sichtbar. Sperrgutversand für ein T-Shirt? Sichtbar. Die Sortierung? Alphabetisch oder nach Shopify-Standard, nicht nach eurem optimierten Layout.
Was der Kunde erlebt: Er sieht fünf Versandoptionen, wo vorher zwei standen. Er wählt Express für ein Sperrgutprodukt, weil niemand ihm sagt, dass das nicht geht. Oder er übersieht den kostenlosen Standardversand, weil er nicht mehr an erster Stelle steht.
Was ihr nicht seht: Fulfillment-Probleme. Express-Bestellungen für Produkte, die nicht expressversandfähig sind. Kundenservice-Tickets, weil die Lieferzeit nicht zur gewählten Versandart passt. Im schlimmsten Fall: Stornierungen und Retouren, weil die Erwartung nicht zum tatsächlichen Versand passt.
Für internationale Stores: Wer Versandoptionen nach Land oder Region gefiltert hat, verliert diese Steuerung komplett. Alle Optionen sind für alle Märkte sichtbar, inklusive Carrier, die in bestimmten Ländern gar nicht operieren.
Der Umsatz-Impact: Was Nicht-Migration kostet
Die drei Szenarien klingen theoretisch. Die Zahlen dahinter sind es nicht.
Checkout-Conversion sinkt messbar
Checkout-Customizations sind kein Komfort-Feature. Sie sind Conversion-Hebel. Studien und Shopify-eigene Daten zeigen, dass optimierte Checkouts (gesteuerte Zahlungsarten, passende Versandoptionen, automatische Rabatte) die Checkout-Abbruchrate um 8 bis 12 Prozent senken. Ein unkontrollierter Rückfall auf den Standard-Checkout dreht diesen Hebel um.
Rechenbeispiel
Ein Shopify-Plus-Store mit 200.000 EUR Monatsumsatz und einer Checkout-Conversion von 68%.
Wenn die Checkout-Conversion durch fehlende Script-Logik um 10% sinkt (von 68% auf 61,2%), bedeutet das:
Vorher: 200.000 EUR/Monat
Nachher: ca. 180.000 EUR/Monat
Differenz: 20.000 EUR/Monat, 5.000 EUR/Woche
Das ist konservativ gerechnet. Stores mit komplexer Rabattlogik (gestaffelte Mengenrabatte, BXGY, Loyalty-Pricing) verlieren zusätzlich den durchschnittlichen Warenkorbwert-Uplift, den diese Mechanismen erzeugen.
Peepers-Benchmark
Der Case von Peepers (US-Brillenhändler auf Shopify Plus) zeigt, was Checkout-Optimierung bewirkt: Nach der Migration auf Checkout Extensibility und Shopify Functions stieg die Checkout-Conversion um 30%. Umgekehrt gelesen: Ohne diese Optimierungen läge die Conversion 30% niedriger. Quelle: Shopify Editions
Versteckte Kosten
Der direkte Umsatzverlust ist nur ein Teil. Dazu kommen:
Support-Kosten: Kundenanfragen zu fehlenden Rabatten, falschen Versandoptionen, unerwarteten Zahlungsarten
Fulfillment-Kosten: Falsche Versandart gewählt, Nachnahme unter Break-Even, Express für Sperrgut
Tracking-Verlust: Wenn auch Script Tags (Facebook Pixel, GA4, TikTok) nicht auf die Customer Events API migriert wurden, verliert ihr zusätzlich eure Attribution. Ihr wisst nicht nur weniger verkaufen, ihr wisst auch nicht mehr, warum.
Warum der 15. April das eigentliche Problem ist
Die meisten Artikel über die Scripts-Abschaltung fokussieren auf den 30. Juni. Verständlich, denn das ist das Datum, an dem alles aufhört. Aber der 15. April ist der Punkt, an dem ihr die Kontrolle verloren habt.
Kein Sicherheitsnetz mehr
Vor dem 15. April konntet ihr migrieren und gleichzeitig die alten Scripts als Fallback behalten. Bug in der neuen Function? Rollback auf das Script, Problem lösen, nochmal deployen.
Dieses Sicherheitsnetz existiert nicht mehr. Seit dem 15. April könnt ihr Scripts nicht mehr bearbeiten. Das heißt:
Ein Bug im bestehenden Script? Bleibt bis zur Abschaltung aktiv.
Ein Edge Case, den ihr jetzt erst entdeckt? Keine Korrektur möglich.
Eine saisonale Anpassung (Sommeraktion, Ferienversand)? Nicht umsetzbar, wenn sie über Scripts lief.
Die Deadline wurde bereits einmal verschoben
Die ursprüngliche Abschaltung war für August 2025 geplant. Shopify hat sie auf Juni 2026 verschoben, um Merchants mehr Zeit zu geben. Eine zweite Verschiebung ist nicht angekündigt. Und mit dem Edit Freeze am 15. April hat Shopify ein klares Signal gesetzt: Die Infrastruktur wird bereits abgebaut.
Wer darauf spekuliert, dass Shopify nochmal verschiebt, geht ein Risiko ein, das sich operativ nicht absichern lässt. Selbst wenn die Abschaltung um weitere Monate verschoben würde: Eure Scripts lassen sich trotzdem nicht mehr bearbeiten. Der Edit Freeze ist irreversibel.
Notfallplan: Migration in 6 Wochen
Sechs Wochen klingen nach wenig. Für viele Stores reicht es trotzdem, wenn ihr jetzt anfangt und die richtigen Prioritäten setzt.
Schritt 1: Bestandsaufnahme (Tag 1 bis 3)
Generiert den Shopify Customization Report in eurem Shopify Admin. Dieser Report listet alle aktiven Scripts, ihren Typ und die empfohlenen Shopify Functions als Ersatz.
Zusätzlich: Prüft, ob ihr Script Tags für Tracking nutzt (Facebook Pixel, GA4). Diese werden vom Customization Report nicht erfasst, müssen aber ebenfalls auf die Customer Events API migriert werden.
Schritt 2: Priorisieren nach Umsatz-Impact
Nicht alle Scripts sind gleich kritisch. Sortiert nach Umsatz-Relevanz:
Höchste Priorität: Line Item Scripts (Rabatte, Pricing). Direkte Auswirkung auf Conversion und Warenkorbwert.
Hohe Priorität: Payment Scripts. Falsche Zahlungsarten erzeugen operative Kosten und Kundenverwirrung.
Mittlere Priorität: Shipping Scripts. Wichtig für UX, aber seltener direkt conversion-kritisch.
Tracking separat: Script Tags auf Customer Events API. Ohne funktionierendes Tracking fliegt ihr ab Juli blind.
Schritt 3: Migrationspfad pro Script wählen
Für jeden Script gibt es drei mögliche Wege:
Weg 1: Native Shopify-Features. Shopify hat seit 2024 viele Script-Funktionen in native Features überführt. Automatische Rabatte, Versandprofile, Zahlungseinstellungen. Prüft zuerst, ob euer Use Case nativ abgedeckt ist. Aufwand: Stunden, nicht Tage.
Weg 2: App aus dem Shopify App Store. Für Standard-Szenarien (gestaffelte Rabatte, BXGY, Versandfilterung) gibt es Apps, die auf Shopify Functions aufbauen und ein konfigurierbare Interface mitbringen. Kein Custom Development nötig. Aufwand: 1 bis 5 Tage inklusive Testing.
Weg 3: Custom Shopify Function. Für komplexe, geschäftsspezifische Logik, die weder nativ noch per App abbildbar ist. Erfordert Entwicklung in JavaScript oder Rust, Deployment als Custom App. Aufwand: 1 bis 4 Wochen pro Function.
Wer die Migration zum Anlass nimmt, die gesamte Frontend-Architektur zu überdenken, sollte sich mit dem Thema Headless Commerce auseinandersetzen. Die Entkopplung von Frontend und Backend löst nicht nur das Scripts-Problem, sondern gibt euch langfristig mehr Kontrolle über den Checkout.
Realistische Timelines
Wenn euer Setup in die Kategorie "Komplex" fällt, reichen sechs Wochen nur mit externer Unterstützung und klarer Priorisierung. Die Alternative ist, die kritischsten Scripts zuerst zu migrieren und den Rest nach dem 30. Juni nachzuziehen. Was dann allerdings bedeutet: Ein Teil eures Checkouts läuft für einige Wochen ohne die gewohnte Steuerung.
Eine detaillierte Anleitung für die technische Migration findet ihr in unserem Schritt-für-Schritt-Guide zur Checkout Extensibility Migration.
Was Shopify Functions besser können als Scripts
Die Migration ist kein Downgrade. Shopify Functions sind architektonisch überlegen:
Performance: Functions laufen serverseitig auf WebAssembly, Ausführung in unter 5 Millisekunden. Scripts liefen browser-seitig und waren bei komplexer Logik spürbar langsamer.
Verfügbarkeit: Functions stehen allen Shopify-Plänen offen, nicht nur Plus.
Wartbarkeit: Functions laufen in einer Sandbox. Kein Risiko, dass ein Shopify-Update eure Checkout-Logik bricht.
Konfigurierbarkeit: Functions werden als App deployed. Einstellungen lassen sich über ein Interface ändern, ohne Code anzufassen.
Fünf statt drei APIs: Die Discounts API, Cart Transform API, Cart & Checkout Validation API, Delivery Customization API und Payment Customization API decken mehr Use Cases ab als die drei Script-Typen.
Der vollständige technische Vergleich steht in unserem Artikel zu Shopify Functions vs. Scripts.
Was Functions (noch) nicht können
Transparenz gehört dazu: Nicht jede Script-Funktion hat ein 1:1-Pendant in Functions.
Regex-Support: Functions unterstützen keine Regular Expressions. Wer Pattern Matching über Regex gelöst hat, muss die Logik anders implementieren.
Gift Cards mit Scripts: Gift Card Scripts haben kein direktes Pendant. Die Discount API deckt Standard-Gift-Card-Szenarien ab, aber nicht alle Edge Cases.
Kombinierte Logik: Ein einzelner Script konnte Rabatte berechnen, den Warenkorb manipulieren und gleichzeitig validieren. In Functions braucht ihr dafür separate APIs (Discounts + Cart Transform + Validation). Das ist sauberer, aber erfordert mehr Planung.
Shopify erweitert die Functions APIs kontinuierlich. Bis Juni 2026 werden weitere Lücken geschlossen. Aber: Nicht alle. Die Shopify Migration Guide dokumentiert den aktuellen Stand der Parität.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Scripts-Abschaltung
Was passiert mit meinem Checkout am 1. Juli 2026?
Euer Checkout fällt auf das Shopify-Standardverhalten zurück. Alle Anpassungen, die über Scripts gesteuert wurden (Rabatte, Versandfilter, Zahlungsarten-Steuerung), sind inaktiv. Euer Store funktioniert weiterhin, aber ohne die Logik, die bisher euren Checkout differenziert hat.
Gibt es eine automatische Migration von Scripts zu Functions?
Nein. Shopify bietet keinen automatischen Migrationspfad. Jeder Script muss manuell ersetzt werden, entweder durch native Features, eine App oder eine Custom Function. Der Shopify Customization Report zeigt euch, welche Scripts aktiv sind und welche Functions als Ersatz infrage kommen, aber die Umsetzung liegt bei euch.
Kann ich nach dem 15. April noch Scripts bearbeiten?
Nein. Seit dem 15. April 2026 sind Scripts im Read-Only-Modus. Ihr könnt bestehende Scripts einsehen, aber nicht mehr bearbeiten, erstellen oder veröffentlichen. Bugs in bestehenden Scripts können nicht mehr korrigiert werden.
Wie lange dauert die Migration?
Das hängt von der Komplexität ab. Einfache Setups (1 bis 2 Standard-Scripts) sind in 1 bis 2 Wochen umsetzbar. Mittlere Setups (3 bis 5 Scripts mit Bedingungslogik) brauchen 3 bis 6 Wochen. Komplexe B2B-Setups mit Custom Logic benötigen 8 bis 12 Wochen und 80 bis 120 Entwicklerstunden.
Was können Functions, was Scripts nicht konnten?
Drei wesentliche Vorteile: Serverseitige Ausführung in unter 5 ms (statt browser-seitig), Verfügbarkeit für alle Shopify-Pläne (statt nur Plus), und Deployment als App mit konfigurierbarem Interface (statt fest codiertem Ruby-Snippet). Details im technischen Vergleich.
Welche Funktionen fehlen Functions noch?
Regex-Support, einige Gift-Card-Szenarien und die Möglichkeit, Rabatte, Warenkorb-Manipulation und Validierung in einer einzigen Funktion zu kombinieren. Shopify schließt diese Lücken schrittweise. Die offizielle Migration Guide dokumentiert den aktuellen Stand.
Wird Shopify die Deadline nochmal verschieben?
Unwahrscheinlich. Die Deadline wurde bereits einmal verschoben (von August 2025 auf Juni 2026). Mit dem Edit Freeze am 15. April hat Shopify begonnen, die Infrastruktur aktiv abzubauen. Selbst bei einer hypothetischen Verschiebung bleibt der Edit Freeze bestehen: Eure Scripts lassen sich nicht mehr bearbeiten.
Nächster Schritt: Wo steht euer Store?
Die Frage ist nicht mehr, ob ihr migrieren müsst. Die Frage ist, ob sechs Wochen reichen.
Generiert als Erstes den Shopify Customization Report in eurem Admin. Dann wisst ihr, welche Scripts aktiv sind und wie komplex eure Migration wird.
Wenn ihr Unterstützung braucht, ob Bestandsaufnahme, Priorisierung oder die technische Umsetzung: Wir haben Shopify-Plus-Stores durch genau diese Migration begleitet und wissen, wo die typischen Stolperstellen liegen.
Unverbindlich Kontakt aufnehmen
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