Die kurze Antwort
Die Shopware Kosten bestehen aus drei Blöcken: Lizenz, Umsetzung und laufender Betrieb. Die Community Edition ist kostenlos (bis 1 Mio. € Jahresumsatz, GMV), die kostenpflichtigen Editionen starten bei 600 € (Rise), 2.400 € (Evolve) und 6.500 € (Beyond) pro Monat. Der entscheidende Punkt: Die Lizenz ist meist der kleinste Posten. Ein kleiner B2B-Shop lässt sich unter 10.000 € realisieren, ein mittleres B2B-Projekt mit ERP-Anbindung liegt zwischen 80.000 und 120.000 €. Dazu kommen laufende Kosten ab rund 300 € pro Monat für Hosting. Wer Systeme sauber vergleichen will, rechnet nicht Monatspreise gegeneinander, sondern die Kosten pro Bestellung. Dazu unten mehr.
Shopware Kosten 2026 auf einen Blick
Shopware rechnet die Lizenz umsatzbasiert ab (GMV = Gross Merchandise Value, der über den Shop abgewickelte Jahresumsatz). Die Einstiegspreise für Neukunden:
| Edition | Preis ab (€/Monat) | GMV-Grenze | Für wen |
|---|---|---|---|
| Community | kostenlos | bis 1 Mio. € | Einstieg, kleine Shops, Proof of Concept |
| Rise | 600 € | keine feste Grenze | professioneller B2C-Handel |
| Evolve | 2.400 € | keine feste Grenze | Händler mit echten B2B-Anforderungen |
| Beyond | 6.500 € | keine feste Grenze | Enterprise mit Multi-Channel-/SLA-Bedarf |
Preise: Neukunden-Konditionen, jährliche Abrechnung. Stand 2026.
Diese Lizenzkosten machen bei den meisten Projekten nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus. Wer nur auf den Monatspreis schaut, plant an der Realität vorbei. Deshalb rechnen wir weiter unten drei echte Projektszenarien durch.
Wie der Preis mit dem GMV skaliert
Was fast alle Übersichten verschweigen: Die Editionspreise sind keine Fixpreise, sondern steigen mit dem Umsatz. Die Einstiegspreise gelten bis rund 2 Mio. € GMV, darüber staffelt Shopware nach oben:
| GMV/Jahr | Rise | Evolve | Beyond |
|---|---|---|---|
| bis 2 Mio. € | 600 € | 2.400 € | 6.500 € |
| 5 Mio. € | 1.470 € | 2.400 € | 6.500 € |
| 10 Mio. € | 2.920 € | 3.650 € | 6.500 € |
| 15 Mio. € | 4.370 € | 4.900 € | 6.500 € |
| 25 Mio. € | 7.850 € | 7.900 € | 9.500 € |
| 50 Mio. € | 14.810 € | 13.900 € | 15.500 € |
Alle Werte €/Monat, Neukunden, jährliche Abrechnung.
Rise steigt am steilsten mit dem Umsatz. Ab etwa 26 bis 28 Mio. € GMV wird Evolve preislich günstiger als Rise und bringt zusätzlich die nativen B2B-Funktionen mit. Für einen wachsenden B2B-Händler lohnt sich deshalb der Blick nach vorn: Die heute günstigste Edition ist nicht zwingend die günstigste in drei Jahren.
Die vier Shopware-Editionen im Detail
Community Edition: kostenlos starten
Die Community Edition ist Open Source und komplett kostenlos nutzbar. Dank der Shopware Fair-Use-Policy fällt bis 1 Mio. € GMV pro Jahr keine Gebühr an: keine Lizenz, keine Take-Rate. Für kleine Shops, Piloten oder einen sauberen Start ist das ein echter Vorteil, denn du zahlst erst, wenn der Umsatz da ist. Die Einschränkung: B2B-Funktionen, kommerzieller Support und einige Komfort-Features fehlen.
Rise: der professionelle B2C-Einstieg
Ab 600 € pro Monat. Rise passt für professionelle B2C-Händler, die kommerziellen Support und die kaufmännischen Features brauchen, aber noch keine tiefen B2B-Anforderungen haben.
Evolve: sobald es B2B wird
Ab 2.400 € pro Monat. Evolve enthält die nativen Shopware B2B Components (Kundenpreise, Freigabeprozesse, Angebote, OCI-Punchout). Für B2B-Händler im Mittelstand ist das meist die relevante Edition, außer man kombiniert eine günstigere Edition mit einem Drittanbieter-Plugin (dazu unten mehr).
Beyond: Enterprise
Ab 6.500 € pro Monat. Beyond lohnt sich, wenn Exklusivfeatures wie Digital Sales Rooms, Multi-Warehouse, Subscriptions oder ein 24/7-Enterprise-SLA wirklich gebraucht werden.
Weiterlesen: Ob native B2B Components oder das Drittanbieter-Plugin B2BSellers wirtschaftlicher ist, haben wir hier im Detail verglichen: Shopware B2B Components vs. B2BSellers Suite.
Was bedeutet GMV-basiertes Pricing?
GMV steht für Gross Merchandise Value, also den gesamten über den Shop abgewickelten Umsatz pro Jahr. Shopware koppelt die Lizenzgebühr an diesen Wert: Wer mehr umsetzt, zahlt mehr. Daraus folgen zwei Dinge. Erstens: Der Einstieg ist günstig und wächst mit dem Erfolg. Zweitens: Du solltest die Lizenzkosten über die geplante Umsatzentwicklung kalkulieren, nicht nur zum Startzeitpunkt. Und noch einmal der Fair-Use-Vorteil: Unter 1 Mio. € GMV fällt in der Community Edition keine Gebühr an.
Laufende und versteckte Kosten
Neben der Lizenz entstehen Betriebskosten, die in vielen Kalkulationen untergehen:
| Kostenblock | Spanne | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hosting inkl. Stage-System | 300–500 €/Monat | Bei unserem Partner maxcluster, auf Shopware spezialisiert |
| Suchtechnologie (z. B. Battery Included) | je nach Anforderung | Ab einem gewissen Sortiment und B2B-Anspruch fast immer nötig, oft unterschätzt |
| Plugins / Erweiterungen | 100–400 €/Monat | je nach Funktionsumfang |
| Wartung / Support / Updates | ab 1.000 €/Monat | Sicherheitsupdates, Monitoring, kleine Anpassungen |
| Domain / SSL | gering | meist im Hosting enthalten |
Ein Punkt, der regelmäßig vergessen wird, ist die Suchtechnologie. Shopwares Bordsuche reicht für kleine Sortimente, aber sobald Katalogtiefe, Filter und B2B-Anforderungen dazukommen, braucht es je nach Kundenanforderung eine dedizierte Lösung wie Battery Included. Diese Kosten gehören von Anfang an in die Kalkulation, denn nachträglich wird es teurer.
Ein sauber gehostetes Shopware-Setup mit Staging (Testumgebung) startet bei uns ab rund 300 € pro Monat. An dieser Stelle lohnt sich Sparen selten, weil Performance und Stabilität direkt auf Conversion und Sichtbarkeit einzahlen.
Agentur- und Umsetzungskosten
Der größte Kostenblock entsteht bei der Umsetzung, und hier arbeiten wir bewusst anders als üblich.
Wir kalkulieren zum Festpreis. Statt eines offenen Stundenkontos schnüren wir Pakete zum Fixum: Du weißt vor dem Start, was dein Projekt kostet, und zahlst keinen offenen Aufwand nach. Der Preis richtet sich nach dem Umfang: Funktionen, Designtiefe, Schnittstellen (vor allem ERP) und Datenmigration. Was drin ist, steht vorher fest.
Systeme fair vergleichen: die Kosten pro Bestellung
Wenn du Shopware gegen ein anderes System stellst, ist der Vergleich von Monatspreisen wertlos, denn die Preismodelle sind zu unterschiedlich. Der saubere Weg ist die Kosten pro Bestellung:
Alle Jahreskosten (Lizenz + Hosting + Suchtechnologie + Plugins + Wartung + anteilige Umsetzung) ÷ Anzahl der Bestellungen pro Jahr = Kosten pro Bestellung.
Erst wenn wirklich alle Kostenblöcke drin sind und du sie ins Verhältnis zum Bestellvolumen setzt, wird ein Systemvergleich ehrlich. Ein System mit höherer Lizenz kann pro Bestellung günstiger sein, und umgekehrt. Genau diese Rechnung machen wir in jedem Auswahlprojekt auf, statt Listenpreise nebeneinanderzulegen.
Rechenbeispiele aus der Praxis
Statt erfundener Musterrechnungen zwei realistische Szenarien aus unseren Projekten:
Szenario 1: Kleiner Shop / Einstieg
Ein überschaubarer Shop lässt sich mit Shopware unter 10.000 € umsetzen. Kombiniert mit der Community Edition und dem Fair-Use-Vorteil (keine Gebühr bis 1 Mio. € GMV) ist das ein sehr wirtschaftlicher Einstieg.
- Lizenz: 0 € (Community, unter 1 Mio. € GMV)
- Umsetzung: unter 10.000 € (Festpreis-Paket)
- Betrieb: ab ca. 300 €/Monat (Hosting inkl. Stage)
Szenario 2: Mittleres B2B-Projekt mit ERP-Anbindung
Der typische Mittelstands-Fall: B2B-Funktionen (Kundenpreise, Freigaben) plus Anbindung an die Warenwirtschaft. Solche Projekte liegen zwischen 80.000 und 120.000 € in der Umsetzung.
- Lizenz: Evolve ab 2.400 €/Monat (oder günstigere Edition plus B2B-Plugin)
- Umsetzung: 80.000–120.000 € (Festpreis)
- Betrieb: ab ca. 1.300 €/Monat (Hosting inkl. Stage ab 300 € plus Wartung/Support ab 1.000 €), zzgl. Suchtechnologie je nach Anforderung
Größere, komplexe Setups (Multi-Shop, mehrsprachig, mehrere angebundene Systeme) liegen darüber und kalkulieren wir individuell.
Was einen B2B-Shop zusätzlich kostet
Genau hier hören die meisten Kostenübersichten auf. Dabei ist es für den Mittelstand entscheidend. B2B-spezifische Anforderungen treiben Aufwand und damit Kosten:
- ERP-/Warenwirtschafts-Anbindung: oft der größte einzelne Posten in einem B2B-Projekt
- Kundenindividuelle Preise und Preislisten
- Freigabe- und Bestellprozesse (Budgets, Rollen, Genehmigungen)
- Suchtechnologie (z. B. Battery Included) für tiefe Sortimente und B2B-Filter
- B2B-Plugin-Entscheidung: native B2B Components (ab Evolve) oder B2BSellers Suite (läuft auf jeder Edition), mit spürbarer Wirkung auf die Lizenzkosten
Weil diese Faktoren den Preis stärker bewegen als die Edition selbst, ist eine pauschale Zahl unseriös. Sinnvoll ist eine kurze Bestandsaufnahme deiner Anforderungen. Auf dieser Basis nennen wir einen belastbaren Festpreis.
Shopware vs. Shopify: der faire Kostenvergleich
Als Agentur, die beide Systeme baut, ordnen wir das neutral ein:
- Shopware: GMV-basierte Lizenz, self-hosted oder Cloud, hohe Flexibilität, besonders bei komplexem B2B und ERP-Tiefe.
- Shopify (Plus): ab ca. 2.300 $/Monat (rund 2.100 €, Stand 2026; B2B-Funktionen inklusive, ab ca. 800.000 $ Monatsumsatz umsatzabhängig), gehostet, schnellere Time-to-Market, aber weniger Tiefe bei speziellen B2B-Prozessen.
Welches System günstiger ist, entscheidet sich nicht am Monatspreis, sondern an den Kosten pro Bestellung (siehe oben), inklusive aller Blöcke wie Suchtechnologie, Plugins und Betrieb. Das hängt am Geschäftsmodell, nicht an der Plattform.
Weiterlesen: Shopware vs. Shopify: der ehrliche Vergleich für den Mittelstand
Welche Edition passt zu wem?
- Umsatz unter 1 Mio. € GMV, kein B2B: Community Edition, kostenlos starten.
- Professioneller B2C, Support gewünscht: Rise.
- Echte B2B-Anforderungen (Kundenpreise, ERP): Evolve oder günstigere Edition plus B2BSellers.
- Enterprise mit SLA/Multi-Channel: Beyond.
Fazit
Die Shopware Kosten lassen sich nicht auf den Lizenzpreis reduzieren. Die Lizenz ist oft der kleinste Block; Umsetzung, Suchtechnologie und Betrieb entscheiden über die tatsächlichen Kosten. Für einen ehrlichen Systemvergleich zählt die Kosten-pro-Bestellung-Rechnung, nicht der Monatspreis. Die gute Nachricht: Shopware skaliert vom kostenlosen Einstieg bis zum Enterprise-Setup, und mit einem Festpreis-Paket weißt du vorab, woran du bist.
Erste Einschätzung, kostenlos. Sag uns, wo ihr steht. Wir sagen euch, was euer Shopware-Projekt realistisch kostet.
Häufige Fragen zu Shopware Kosten
Was kostet Shopware im Monat?
Die Community Edition ist kostenlos (bis 1 Mio. € GMV). Die kostenpflichtigen Editionen starten bei 600 € (Rise), 2.400 € (Evolve) und 6.500 € (Beyond) pro Monat, jeweils umsatzabhängig.
Ist Shopware wirklich kostenlos?
Ja, die Community Edition ist kostenlos nutzbar. Dank Fair-Use-Policy fällt bis 1 Mio. € Jahresumsatz keine Gebühr an. Kosten entstehen für Umsetzung, Hosting und optionale Erweiterungen.
Was kostet ein Shopware-Shop bei einer Agentur?
Kleine Shops sind unter 10.000 € realisierbar. Mittlere B2B-Projekte mit ERP-Anbindung liegen zwischen 80.000 und 120.000 €. Wir arbeiten mit Festpreis-Paketen statt Stundenabrechnung.
Wie hoch sind die laufenden Kosten?
Hosting inklusive Stage-System startet bei 300–500 € pro Monat, Plugins bei 100–400 € und ein Wartungs-/Support-Retainer ab 1.000 € pro Monat. Dazu kommt je nach Anforderung eine Suchtechnologie.
Was ist die GMV-Grenze bei Shopware?
GMV (Gross Merchandise Value) ist der Jahresumsatz über den Shop. Die Lizenzgebühr steigt mit dem GMV. Unter 1 Mio. € GMV ist die Community Edition gebührenfrei.
Lohnt sich Community oder gleich Rise?
Für den Start ohne B2B-Bedarf und unter 1 Mio. € GMV reicht Community. Sobald kommerzieller Support oder mehr Umsatz dazukommt, wird Rise sinnvoll (oder bei B2B direkt Evolve).
Was kostet ein B2B-Shop mit ERP-Anbindung?
Erfahrungsgemäß 80.000–120.000 € in der Umsetzung. Die ERP-Schnittstelle ist dabei meist der größte Einzelposten.
Wie vergleiche ich Shopware kostenmäßig mit anderen Systemen?
Über die Kosten pro Bestellung: alle Jahreskosten inklusive Lizenz, Hosting, Suchtechnologie, Plugins und Wartung durch die Zahl der Bestellungen teilen. Nur so wird der Vergleich zwischen unterschiedlichen Preismodellen ehrlich.
Was ist günstiger: Shopware oder Shopify?
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Bei tiefem B2B und ERP-Integration spielt Shopware seine Stärken aus; Shopify punktet bei schneller Umsetzung. Wir beraten neutral, weil wir beide Systeme bauen.







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